Ein Ende bietet immer auch die Chance auf einen wunderbaren Neuanfang.
Rezension
"Du bist größer als du glaubst" von KathLeen
Annikas Leben hat sich bisher auf eine kleine thüringische Stadt beschränkt. Dort lebt sie bei ihren Eltern und arbeitet in der örtlichen Bankfiliale. Dadurch ist sie auch im ganzen Ort bekannt. Als ihr Chef ihr jedoch eines Tages mitteilt, dass die Filiale geschlossen werden muss, bricht eine Welt für Annika zusammen. Denn ihr wird schlagartig bewusst, dass sich ihr Leben ab jetzt schlagartig ändern wird und sie ihre vertraute Umgebung verlassen muss.
Das Buch habe ich zu einer Zeit gelesen, in der sich auch viel in meinem Leben verändert hat, deswegen konnte ich mich gut in die Protagonistin hineinzuversetzen. Für manche Menschen ist es eben schwer, Veränderungen zu akzeptieren, gerade, wenn man selbst nicht dafür verantwortlich ist. So wird Annika auch mehr oder weniger aus ihrem alten Leben geworfen und muss sich einen neuen Platz in der Welt suchen.
Dadurch führt sie ihr Weg nach Leipzig, in eine Stadt, die zunächst viel zu groß für sie erscheint. Auch hier konnte ich gut mit der Protagonistin connecten, weil ich auch weiß, wie es ist, wenn man in eine neue Stadt zieht und dort noch niemanden kennt. Sie bekommt zwar Unterstützung von ihren Eltern, aber man merkt, dass ihre Eltern eigentlich lieber wollen, dass Annika schnell wieder zu ihnen zurückkommt.
Doch Annika findet sehr schnell einen Platz in Leipzig, an den sie gerne immer wieder zurückkommt. Sie entdeckt ein kleines Buchcafé, das von einer älteren Besitzerin betrieben wird und die schon bald darauf ihre Hilfe braucht. Ich fand die Freundschaft zwischen den beiden Frauen richtig schön.
Deswegen kann ich nur jedem das Buch ans Herz legen, der ein Buch über generationsübergreifende Freundschaften und unbeabsichtigten Neuanfängen lesen möchte, die doch gar nicht so schlimm sind.


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