Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

 Rezension 

"Steinblut: Unter der Oberfläche" 

von Marina Gellert 

Kira wird meist als „Schandmaul“ oder „Heimatlose“ beschimpft, da sie sich einfach nicht in die Gesellschaft integrieren möchte. Doch sie findet es unfair, dass der Herrscher über sie bestimmt, als seien sie Nutzvieh, und niemand scheint sich daran zu stören. Sie möchte etwas verändern und engagiert sich deswegen in einer Widerstandsbewegung. Allerdings scheint der Herrscher ihnen immer zwei Schritte voraus zu sein, denn er hat überall seine Spione.

Ich konnte mich von Anfang an gut mit Kira identifizieren, obwohl sie ein Mensch ist, der gerne aneckt und weniger diplomatisch vorgeht. Allerdings ist ihr Verhalten eigentlich nur angebracht, denn der Herrscher behandelt die Menschen wirklich nur wie Nutzvieh. Während der Herrscher in seinem Palast lebt, hält er Menschen unterirdisch als Sklaven gefangen, die quasi dafür sorgen sollen, dass immer genug Nahrung vorhanden ist. Wenn jemand dagegen rebelliert oder nicht produktiv genug ist, wird er einfach beseitigt.

Aus diesem Grund haben Kira und die anderen Mitglieder des Widerstandes seit Jahren einen Plan ausgearbeitet, wie sie den Herrscher mit einer Aktion stürzen können. Dieser Plan steht jetzt kurz vor der Vollendung, aber wie es immer so ist, geht dabei einiges schief. Dabei tritt Lynhardt auf den Plan, der nichts von den Machenschaften des Herrschers weiß und nur zufällig über die Behausung der Sklaven stolpert. Er findet die ganze Sache merkwürdig, aber der Herrscher war nach dem Tod seiner Eltern immer gut zu ihm. Deswegen muss erst einiges passieren, dass er darüber nachdenkt, sich gegen den Herrscher zu stellen. Ich fand es interessant zu verfolgen, wie Kira und Lynhardt sich nach und nach annähern und herausfinden, dass sie mehr miteinander gemeinsam haben, als sie zuvor dachten.

Darüber hinaus gibt es auch noch Robert und Lunay, die nochmal eine andere Perspektive auf die Geschehnisse geben, da sie von außerhalb auf die Inseln schauen und nur am Rande mitverfolgen können, was mit den Menschen im Untergrund passiert.

Während der Kapitel gibt es auch immer wieder kurze Einschübe mit „Wusstest du schon?“, die noch einmal neue Informationen über die Welt und die Charaktere enthalten. Generell ist die Geschichte sehr episch aufgebaut mit der Legende eines Herrschers und einer jungen Frau, die noch nichts von ihrem Schicksal weiß, sodass man gespannt sein kann, was noch in den folgenden Bänden passieren wird.

Ich kann jedem diese Geschichte empfehlen, der erfahren möchte, ob Kira und Lynhardt es gemeinsam schaffen, die Machenschaften des Herrschers ein für alle Mal zu beenden.

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