Ein Popsong, der Spaß macht!
Rezension
"Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaijū-Monster"
von John Scalzi
Jamie Gray arbeitet seit 6 Monaten bei dem Tech-Startup „Füdmüd“ in New York City. Da er gerne schnell aufsteigen möchte, unterbreitet er seinem Chef einige Vorschläge, wie man die App von Füdmüd weiter verbessern kann. Doch der hat wenig Lust sich die Vorschläge anzuhören, denn er möchte Jamie in Anbetracht der bevorstehenden Covid-Pandemie lieber feuern, damit dieser fortan an vorderster Front als „Auslieferator“ für ihn arbeitet. Er fügt sich diesem Schicksal, doch bekommt weniger später das Angebot für die Tierrechtsorganisation GEK zu arbeiten – die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju.
Ich habe mich schon sehr lange auf „Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju-Monster“ gefreut, denn das Buch klang einfach so schön abgedreht. Zwar wurde es ein paar Mal verschoben, aber das hat mich nicht davon abgebracht geduldig zu warten. Nun nachdem ich gelesen habe, muss ich sagen, dass es das richtige Buch zur richtigen Zeit war. Es ist kein anspruchsvolles Buch mit einer tiefgründigen Geschichte und selbst der Autor nennt das Buch im Nachwort keine „groß angelegte, tiefsinnige Symphonie in Romanform“, sondern einen „Popsong“ und genau das habe ich nach einigen anspruchsvollen Büchern einfach gebraucht.
Man begleitet Jamie Gray auf seinem Weg von einem Startup-Mitarbeiter zu einem Tierschützer auf einem anderen Planeten, dessen Setting sehr an den Film „Jurassic Park“ erinnert. Wie auch in diesem Film tummeln sich allerhand tödliche Gefahren auf dem Planeten der Kaiju. Die Aufgabe von Jamie und seinem Team ist es nun, die Kaiju-Monster weiter zu erforschen und dafür zu sorgen, dass sie nicht aussterben.
Allerdings gestaltet sich das schwerer als gedacht, denn die Kaiju-Monster sind wandelnde Atombomben, die verheerenden Schaden anrichten können, wenn sie aufgrund eines dummen Zufalls in unsere Welt gelangen. Ich fand es faszinierend mehr über diese Kreaturen zu erfahren, denn sie unterscheiden sich erheblich von dem, was man auf unserer Welt so kennt, z.B. ist eine Atomspaltung sehr gefährlich für uns Menschen, da wir der Strahlenbelastung nicht lange standhalten können. Die Welt der Kaiju oder besser gesagt die Lebewesen auf diesem Planeten brauchen sie, um weiterexistieren zu können. Ich fand das einen interessanten Gedanken, da Atomspaltung meist als etwas Negatives verstanden wird und es hier mal einen positiven Einfluss hat.
Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß mit diesem Buch und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der ein Buch lesen möchte, bei dem man wunderbar abschalten und die neuartige Welt der Kaiju genießen kann. Ein Popsong, der Spaß macht!
Vielen lieben Dank an CrossCult für das Rezensionsexemplar! 💖
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