Durch ein Foto friert man einen Moment für die Ewigkeit ein.

 Rezension 

"Magische Bilder: Die verschollenen Meister (Band 1)"

 von Akram El-Bahay 

Artur, der von allen nur Art genannt werden möchte, arbeitet neben dem Studium in einem Fotoladen bei Monsieur Rufus. Als er eines Abends noch länger im Fotoladen arbeitet, um Filme zu entwickeln, wird er von einer seltsamen Stimme in den hinteren Bereich des Fotoladens gelockt. Dort findet er in einem Safe eine Fotografie der Hinrichtung von Louis XVI. Eine Fotografie, die nicht existieren dürfte, denn zu dieser Zeit gab es die Fotografie noch nicht. Monsieur Rufus reagiert ungehalten auf seine Nachfragen und so sucht er im Internet nach Antworten, ohne zu wissen, dass er mit seinen Fragen, die Aufmerksamkeit der Inquisition auf sich zieht.

Da ich es liebe zu fotografieren, war ich sehr gespannt, wie Akram El-Bahay das Thema Fotografie in seinem Buch umsetzen wird. Zwar tritt das Wesen der Fotografie im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund, aber dafür bekommt man eine spannende Schnitzeljagd geboten, die Art in verschiedene Städte wie Paris und Kairo führt, um die verschwundenen Meisterbilder zu finden. Denn sieben magische Meister wurden vor langer Zeit in Fotografien, die es eigentlich nicht geben dürfte, eingeschlossen.

Art muss sich dieser Aufgabe aber nicht allein stellen, sondern bekommt Unterstützung von Amin und Wu, die ihm zeigen, wie die Welt der Magie funktioniert. So organisieren sich die Magier z.B. in Enklaven und versuchen ihre Magie so gut es geht zu verbergen, um nicht von der Inquisition aufgespürt zu werden. Ich fand es sehr spannend, mehr über die Art der Magie und wie die Magier sich organisieren herauszufinden, da es immer wieder spannend ist, dass Magiesystem einer neuen Welt kennenzulernen.

Auch fand ich die Zusammensetzung des Teams von Art schön. An einer Stelle im Buch beschreiben die drei es sehr treffend: „»Wir sind also eine völlig abwegige Gruppe. Und dennoch scheint alles an uns zu hängen«“ und nur weil Art eine andere Hautfarbe, Amin eine unkonventionelle sexuelle Orientierung und Wu ein unterrepräsentiertes Geschlecht im Kreis der Magier hat. Dass Außenseiter wieder einmal die Welt retten, finde ich eigentlich ein sehr schönes Bild.

Alles in allem fand ich den ersten Band schon sehr spannend und bin gespannt, wie Art und seine Freunde, die Inquisition aufhalten werden. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, die auch der Ansicht sind, dass die Fotografie magisch ist.

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