Seine Nähe bedeutet ihren Tod.
Rezension
"Im Regen der Sterne: Das Kind des Schicksals" (Band 1)
von Zoe S. Rosary
Aimee wird 1 Woche nachdem sie krankgeschrieben wurde, aus ihrem alten Job als Chief Design Officer entlassen, weil ihr Kollege Francois ihre Designs als seine ausgegeben hat. Dadurch fällt sie in ein regelrechtes Loch, weil sie viel für diesen Job geopfert hat, doch ihr Zwillingsbruder Alain hat schon eine Idee, wie er sie davon ablenken kann: ein Hike durch die majestätische Wildnis Norwegens. Zwar ist sie anfangs nicht gerade begeistert von diesem Plan, doch sie lässt sich darauf ein und gerät dabei ziemlich schnell zwischen die Fronten der Götter.
Erst am Ende des Buchs habe ich realisiert, dass die Geschichte mit der Sturmwellen-Dilogie verknüpft ist. Davor habe ich es einfach als gegeben angesehen, dass die Protagonistin eben einen Bruder hat, der im Meer lebt. Darüber hinaus hatte ich auch keine weiteren Probleme, dem Verlauf der Geschichte zu folgen, sodass ich sagen kann, dass sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse gut lesen lässt.
Denn anders als in der Sturmwellen-Dilogie geht es in diesem Buch um die Schwester von Mathieu, die einige Rückschläge in ihrem Leben verarbeiten muss. Mir war Aimee von Anfang an sympathisch, denn ich konnte sehr gut ihre Sorgen und Nöte nachempfinden. Wenn man erst das Vertrauen in jemanden verloren hat, ist es immer schwierig, nochmal Vertrauen zu jemand anderem aufzubauen. Zudem hat mich Aimee in Bezug auf den Hike und ihre Konstitution sehr an mich und meine ersten Hike-Versuche erinnert. Mittlerweile bin ich etwas fitter geworden, aber ich kann mich noch lebhaft an meine Anfänge erinnern.
Ab der Hälfte wird das Buch magisch und es dreht sich viel um die Elementar-Götter und wie sie den Planeten den Menschen überlassen haben. Auch lernt man verschiedene magische Wesen kennen, wie z. B. den Troll Beryll, den Waldelf Leif oder die Wächtervögel der Waldelfen. Dadurch wechselt das Buch von einem recht überschaubaren menschlichen Problem (Betrug und Eifersucht) zu einem globalen Problem. Denn die Göttin der Erde hält es nicht mehr aus, wie die Menschen ihren Planeten zerstören, und reagiert in Form von Erdbeben auf dieses Unrecht. Gerade diese Metaebene fand ich interessant, denn die Klimakrise geht uns alle etwas an und manchmal denke ich auch, dass sich die Erde an uns rächt in Form dieser Klimakatastrophen.
Natürlich kommt in diesem Buch auch die Liebe nicht zu kurz, denn zwischen dem Waldelf Leif und Aimee knistert es immer wieder. Zwar gehen sie sich am Anfang eher aus dem Weg, aber schon bald müssen sie zusammenarbeiten, um die schlimmste Katastrophe in den Bergen von Norwegen aufzuhalten.
Alles in allem hat mir dieses Buch gut gefallen und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine magische Geschichte über eine Frau lesen möchte, die in den Bergen von Norwegen auf einen uralten Konflikt der Götter stößt.

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