Was ist tödlicher: ihre Magie oder seine Liebe?
Rezension
"Broken Souls and Bones: Feind. Beschützer. Geliebter." (Band 1)
von LJ Andrews
Jahrelang konnte sich Lyra erfolgreich vor dem magiebesessenen König verbergen, indem sie das Silber in ihren Augen übermalte. Doch der Jarl ihrer Gemeinde misstraut ihr schon seit längerer Zeit und meldet sie direkt, als er ihre Korrespondenz in die Finger bekommt. Denn es ist Vereinigern verboten, frei im Königreich zu leben. Fortan muss sie sich in der Nähe des Königs aufhalten und hat nur die Möglichkeit zu fliehen, wenn sie den Meuchelmörder des Königs, Roark Ashwood, auf ihre Seite zieht.
Das Buch bekam direkt meine Aufmerksamkeit, als ich gelesen habe, dass sich das Setting an der nordischen Mythologie orientiert, inklusive Runen, Jarls und Blutmagie. Da ich solche Geschichten sehr mag, war ich gespannt, wie diese Elemente in der Geschichte umgesetzt werden.
Am Anfang bekommt man davon noch am meisten mit, denn Lyra verbirgt ihre Identität in einer Gemeinde, die von einem Jarl angeführt wird. Dadurch wird man auch Zeuge von einer dieser Versammlungen, die in einem Langhaus abgehalten werden und entfernt an ein neumodisches Gelage erinnern.
Sobald allerdings Lyra ihre Kräfte nicht mehr verbirgt und von Roark Ashwood in die Festung des Königs eskortiert wird, spielen diese Elemente nur noch eine untergeordnete Rolle. Ab dann geht es vielmehr um die Beziehung zwischen Roark und Lyra, die von Anfang an etwas Besonderes ist. Denn Lyra hat eine Begabung dafür, die Sprache von Roark schneller zu erlernen als die anderen in ihrer Umgebung.
Ich fand zum einen die Beziehung der beiden außergewöhnlich, da sie erst lernen müssen, einander zu vertrauen, und das schon einige Seiten dauert, und zum anderen fand ich den Charakter von Roark sehr interessant, da Roark nur Gebärdensprache kann. Aufgrund eines Vorfalls in seiner Vergangenheit wurden seine Stimmbänder durchtrennt und er konnte sich ab diesem Zeitpunkt nur noch mit Klopf- und Handzeichen verständigen. In Kombination mit seiner Magie redet er so mit den Menschen in seiner Umgebung. Allerdings geben sich einige Menschen mehr Mühe, ihn zu verstehen, als andere. Für Lyra scheint es von Anfang an kein Problem zu sein, was ich sehr beachtlich fand.
Schrecklicherweise endet das Buch mit einem sehr fiesen Cliffhanger, sodass ich gespannt bin, wie sich die Geschichte für Roark und Lyra weiterentwickeln wird. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Interesse an einer Slow-Burn-Romanze hat und einem Paar, das sich von Anfang an auch ohne Worte bestens versteht.
Vielen lieben Dank an das Bloggerportal von Penguin Randomhouse für das Rezensionsexemplar! 💖
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