Ich bin eine zerstörerische Kreatur und werde dich vernichten.
Rezension
"Ruinous Creatures - Der Kuss des Phönix"
von Jessi Cole Jackson
Adelas Aufgabe als Bartholomews Lehrmädchen ist es, die Schädel der Fabelwesen zu pflegen und ihre Macht zu erhalten, damit sie in einer Zeremonie mit den Außerwählten verbunden werden können. Dabei hört sie die Stimmen der Wesen, die von längst vergangenen Zeiten berichten. Als sie eines Abends die Stimme der Phönixschädel vernimmt, kann sie nicht anders, als sie vom obersten Regalbrett zu entfernen und sie ebenso wie die anderen Schädel zu pflegen. Allerdings hat diese unbedachte Tat weitreichende Konsequenzen nicht nur für sie, sondern für ihre gesamte Umgebung.
Ich fand die Ausgangssituation ziemlich spannend: Schädel, die mit jemandem verbunden werden, damit er große Macht erhält, eine Verbinderin, die ihr Handwerk erst lernt, und zwei mysteriöse Phönixschädel, die alles ins Chaos stürzen. Es klang nach einer Geschichte, die ich sonst noch nirgendwo anders gelesen habe.
Allerdings, wenn man sich auf diese Geschichte einlassen will, muss man im Vorfeld wissen, dass es sich bei diesem Buch um ein Romantasy-Buch handelt und der Romance-Aspekt etwas größer ist als der Fantasy-Aspekt. Zudem ist in diesem Buch der Trope „Fated Mates“ enthalten, d. h., es läuft auf eine Liebesgeschichte zwischen der Verbinderin Adela und dem Auserwählten Kian hinaus, die quasi wie aus dem Nichts entsteht.
Schon nach ihrer ersten Begegnung ist Kian Adela verfallen und beschreibt sehr detailreich ihren Körper (vor allem ihre Schenkel), und diese Beschreibungen hören auch nicht dann auf, wenn sie das erste Mal miteinander schlafen. Sie werden eigentlich immer nur ausgeschmückter. Wer generell nicht solche Szenen in Büchern lesen möchte, muss relativ viele Seiten überblättern.
Zudem gerät auch die Haupthandlung (Bedrohung durch die Phönixe und Drachen im Tal) etwas in Vergessenheit, denn Kian und Adela müssen zusammen eine Lösung finden, wie sie die Phönixschädel einsetzen, um das Tal zu retten. Kian hat natürlich wieder gänzlich andere Gedanken im Kopf.
Dabei fand ich die Welt und ihre Wesen ziemlich spannend. Gerade auch wie die Wesen an sich damit klarkommen, dass ihre Ahnen als Schädel weiterleben und quasi als Waffe missbraucht werden. Allerdings werden diese Aspekte nur angerissen.
Alles in allem ist es ein gutes Buch, wenn man sich über seine Erwartungen im Vorfeld klar ist. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über ein Paar lesen möchte, das vom Schicksal auserwählt wurde, das Tal zu retten.
Vielen lieben Dank an das Bloggerportal von Penguin Randomhouse für das Rezensionsexemplar! 💖



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