Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
Rezension
"Drachenfunke"
von Annika Neuhaus
Niemals hätte Elara gedacht, dass der Diebstahl einer Brieftasche ihr komplettes Leben auf den Kopf stellen würde. Sie bestiehlt ausgerechnet den Eismagier Aiden, der sofort in ihr einen Magiefunken entdeckt und sie zur Registrierung in die Londoner Magiergilde verschleppt. Doch das passt Elara ganz und gar nicht, denn sie hasst es, wie diese Magier an ihre Magiefunken kommen. Statt eine friedliche Lösung zu finden, um in Koexistenz mit den Drachen zu leben, töten sie die Drachen und Elara soll es fortan auch tun.
Drachen und ein Academy-Setting sind seit „Fourth Wing“ mittlerweile beliebte Themen geworden, sodass ich schon Befürchtungen hatte, dass es sich auch hierbei nur um einen weiteren „Fourth Wing“-Klon handelt, aber das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.
Stattdessen erleben wir eine junge Frau, die mit ihrem Hausdrachen Amarion zusammenlebt und einfach nur versucht, auf der Straße über die Runden zu kommen. Sie hasst die Magier, die Drachen töten, und will niemals eine von ihnen werden. Doch nach dem missglückten Diebstahl muss sie sich mit diesen Magiern auseinandersetzen, da sie scheinbar auch einen Magiefunken in sich trägt. Ich fand diese Ausgangssituation spannend, da es ja schon seltsam ist, dass sie einen Magiefunken hat, obwohl sie nie einen Drachen getötet hat. So scheint es einen weiteren Weg zu geben, um an die Magie der Drachen zu kommen.
Doch davon will der Leiter der Londoner Magiergilde nichts wissen. Er will weiter seine Macht festigen und zwingt Elara sogar, einen Eisdrachen zu töten. Auch Aiden ist anfangs nichts auf Elaras Seite, denn er vertraut eher seinem Ziehvater als einer Diebin von der Straße. Dadurch muss Elara einiges an Überzeugungsarbeit leisten, damit sie Gehör findet und auch zeigen kann, dass es einen anderen Weg gibt. Ich fand es sehr gut, dass Elara zu ihren Überzeugungen steht und selbst vor dem Leiter der Magiergilde kein Blatt vor den Mund nimmt. Wenn sie dadurch auch manchmal etwas anstrengend wirkt, wenn sie unbedingt Recht haben will.
Darüber hinaus fand ich Elaras Umgang mit den Drachen auch schön. Man merkt, dass sie eine Bindung zu ihnen aufbaut und sie auch wirklich verstehen will. Vor allem Amarion ist ein süßer Zeitgenosse, der ein bisschen das Verhalten einer Katze an den Tag legt, aber wer weiß schon, wie sich Drachenbabys verhalten?
Alles in allem hatte ich ein paar schöne Lesestunden mit dem Buch und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte mit einer starken jungen Frau sucht, die sich für das Leben der Drachen einsetzt, inklusive niedlichem Sidekick.
Vielen lieben Dank an den Novel Arc Verlag für das Rezensionsexemplar! 💖


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