Der Tod ist nicht das Ende, der Tod ist nur die Wende und der Beginn der Ewigkeit.
Rezension
"For Whom the Belle tolls"
von Jaysea Lynn
Lily ist unheilbar krank und muss sterben. Doch sie sieht in ihrem Tod etwas Tröstliches, denn endlich hat sie keine Schmerzen mehr. Zudem wacht sie im Paradies auf und erhält mehr, als sie zu Lebzeiten gehabt hat. Sie findet Freunde, kann herausfinden, was es heißt, eine Mutter zu sein, und errichtet in der Hölle einen Hellp-Desk für unzufriedene Seelen. Als sie dann auch noch Gefühle für den General Bel entwickelt, wird es für sie immer schwieriger, diese Welt zu verlassen, denn alle Seelen müssen irgendwann wiedergeboren werden.
Ich lese sehr gerne Bücher über Dämonen und das Leben in der Unterwelt. Deswegen konnte ich es mir nicht entgehen lassen, dieses Buch zu lesen. Wenn die Geschichte auch sehr düster und traurig beginnt, denn Lily ist unheilbar an Krebs erkrankt und ihr fehlen die finanziellen Mittel, die Krankheit hinauszuzögern. Doch auch wenn sie das Geld gehabt hätte, wäre sie niemals mehr gesund geworden. So akzeptiert sie ihren Tod und führt mit ihrer Familie schwierige Gespräche, bevor sie für immer geht.
Das Leben in der Unterwelt scheint aber eh der bessere Ort zu sein. Dort gibt es immer guten Kaffee, sie hat ein eigenes Haus, braucht kein Badezimmer mehr und kann den ganzen Tag das machen, was sie machen will. Es dauert auch nicht lange, bis sie Anschluss findet und mit Dämonen Onlinespiele spielt, nachdem sie sich deren Respekt verdient hat, als sie ein paar unzufriedene Seelen am Hellp Desk vermöbelt hat. Darüber hinaus übernimmt sie auch die Pflege für eine junge Seele, die nicht viel Gutes zu Lebzeiten erlebt hat. Zunächst weiß sie nicht, wie sie mit Sharkie umgehen soll, aber schon bald erwachen in ihr Muttergefühle und sie versucht, so gut es geht, für Sharkie da zu sein.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, als sie General Bel kennenlernt, der von Beginn an von ihr fasziniert ist und sie näher kennenlernen will. Da die Geschichte auch stellenweise aus seiner Sicht erzählt wird, merkt man, dass die Gefühle der beiden auf Gegenseitigkeit beruhen, aber keiner der beiden traut sich, den ersten Schritt zu machen, weil sie ihre Freundschaft nicht zerstören wollen. Mir hat diese Slow-Burn-Geschichte gut gefallen, wenn sie auch stellenweise ihre Längen hatte.
Gerade in der Mitte der Geschichte, als Lily ihren Platz in der Unterwelt gefunden hat und sich mit Sharkie und Bel zusammen ein Leben aufbaut, tritt die Geschichte etwas auf der Stelle. Es ist zwar schön zu lesen, dass ihr Tod so viele positive Dinge mit sich gebracht hat, aber es passiert einfach nichts Spannendes. Zwar gerät Bel öfters in Grenzkonflikte und ist dann tagelang verschwunden, wodurch sich Lily dann große Sorgen macht, aber ansonsten passiert nichts. Das Ende ist dann auch zuckersüß und schön zu lesen. Wer aber ein Buch mit etwas mehr Spannung sucht, ist hier falsch.
Trotzdem kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine cozy Unterweltengeschichte sucht, in der die Hoffnung vermittelt wird, dass der Tod noch lange nicht das Ende sein muss.
Vielen lieben Dank an das Bloggerportal von Penguin Randomhouse für das Rezensionsexemplar! 💖



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