Wie ohnmächtig stehen wir da vor dem Weltgang, indem es keine rückwärtsleitende Macht über geschehene Dinge gibt, welche wieder herstellen könnten, was wir verloren haben.
Rezension
"Wächter der Morgenröte: Die Kinder der Morgenröte"
von Aaron Weigel
Azrael muss am Tag vor der Hochzeit seiner Schwester Lilith auf die Suche nach ihr gehen, da sie sich mit ihrem Verlobten gestritten hat. Denn alle sagen, dass es Unglück bringt, wenn sich Braut und Bräutigam in der Nacht vor der Hochzeit an die Kehle gehen. Doch kaum hat er sie gefunden und überredet, zu ihrem Bräutigam zurückzukehren, werden die Deva in ihrer Zufluchtsstätte von den Ascanern überraschend angegriffen. Dieses Mal sind sie gekommen, um die Deva ein für alle Mal auszulöschen.
Mir hat es vor allem gut gefallen, dass es nicht lange dauert, bis die Situation eskaliert und Azrael loszieht, um seine Schwester zu suchen und die Ascaner davon abzubringen, alle Deva zu töten. Dabei beginnt alles mit einer Prophezeiung, wonach drei Kinder ihre Bestimmung finden, wenn der Blutmond am höchsten steht. Das erstgeborene Kind droht in die Dunkelheit zu schwinden. Das zweitgeborene findet Rettung im Schoße der Nacht und das dritte Kind wird als Abkömmling der Morgenröte das Licht der Welt erblicken.
Zwar kann man am Anfang mit dieser Offenbarung der drei Gestirne nichts anfangen, aber im Verlauf der Geschichte findet man weitere Hinweise. Zum Beispiel findet die Hochzeit von Lilith am Tag des Blutmonds statt, sodass die Prophezeiung kurz bevorsteht. Zudem soll die Vermählung ein Zeichen dafür sein, dass das Zeitalter der langen Nacht bald zu Ende gehen wird. Dadurch ist es wohl kein Zufall, dass die Ascaner die Deva dann angreifen, wenn ausgerechnet ein solches Ereignis bevorsteht. Ich fand es spannend, mehr über diese Offenbarung bzw. Prophezeiung zu erfahren und nach und nach ein klareres Bild zu bekommen.
Ansonsten lernt man auch im Verlauf der Geschichte Azrael besser kennen, der wirklich nichts unversucht lässt, um seine Schwester wiederzufinden, die nach dem Angriff der Ascaner spurlos verschwunden ist. Dabei wirkt er oftmals sehr zornig und ungehalten, was ihn nicht gerade sympathisch macht. Zwar kann man ja verstehen, dass er in Sorge um seine Schwester handelt, aber manchmal fand ich sein Verhalten einfach überzogen, vor allem seinen Freunden gegenüber.
Alles in allem kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über eine kryptische Offenbarung lesen möchte und darüber, wie ein einzelnes Geschöpf des Himmels verhindern will, dass sein Volk ausgelöscht wird.



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