Die Vergangenheit ist ein Kapitel, nicht das ganze Buch.

 Rezension 

"Lunarcoast: Mord unter dem Hexenmond" 

von Marie Meier 

Thalia Elisworth hat eigentlich mit ihrem alten Leben als „Hexe Ira“ abgeschlossen. Doch als sie eines Tages von ihrem alten Freund Lev aufgesucht wird, der sie bittet, sich eine Mordserie an Beschenkten in Lunarcoast anzusehen, wird sie wieder mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit konfrontiert. Sie möchte nicht zusagen, aber trotzdem fasziniert sie die Mordserie und vor allem reizt sie, zu erfahren, was in Lunarcoast seit ihrem Weggang passiert ist. So sagt sie Lev zu und taucht dabei wieder tief in die Abgründe von Lunarcoast ein.  

Am Anfang dachte ich, dass es sich bei dieser Geschichte wieder um eine gewöhnliche „Hexengeschichte“ handelt, wie ich sie in letzter Zeit schon öfter gelesen habe. Allerdings hätte ich nie damit gerechnet, wie viel Spaß ich mit dieser Geschichte haben werde.

Das hat zum einen damit zu tun, dass Thalia eigentlich keine Hexe mehr ist, da ihre Kräfte versiegelt worden sind und sie nicht mehr praktizieren darf, was die Ermittlungen in der Mordserie an der einen oder anderen Stelle etwas verkompliziert. Dadurch muss sie sich z. B. mehr auf die Menschen in ihrer Umgebung verlassen. Allerdings führt das auch zu dem anderen Punkt, weswegen ich die Geschichte gerne gelesen habe: Sie bekommt Unterstützung in Form der Vampirjägerin Joanna Seabrook von der Schwesternschaft der Eulen. Thalia ist von Anfang an nicht davon begeistert und das beruht auch auf Gegenseitigkeit.

So ist es einfach herrlich zu lesen, wie die beiden Frauen ihre Abneigung füreinander kundtun und dabei nebenher versuchen, einen Mord aufzuklären. Generell fand ich beide Frauen sehr cool, weil sie selbstbewusst für sich einstehen und das auch nach außen kommunizieren. In den Dialogen wird wahrlich kein Blatt vor den Mund genommen und ich fand es großartig.

Darüber hinaus findet man auch im Laufe der Geschichte heraus, warum Thalia Lunarcoast den Rücken gekehrt hat und wer sich hinter dem Mann verbirgt, dessen Name nicht genannt werden darf. Zwar spielt auch die Liebe eine Rolle in dem Ganzen, aber nicht nur. Die Magier des roten Ordens und eine geheimnisvolle Verschwörung in Bezug auf Blutmagie und Beschwörungsrituale spielen eine größere Rolle.

Ich habe auf jeden Fall meinen Ausflug nach Lunarcoast sehr genossen und kann nur jedem empfehlen, das Abenteuer zu riskieren und eine ehemalige Hexe dabei zu begleiten, wie sie eine Mordserie an Beschenkten mit der Hilfe einer Vampirjägerin aufklärt.

Vielen lieben Dank an den Isegrimm Verlag für das Rezensionsexemplar! 💖 

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