Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze.

 Rezension 

"Wenn Sonne und Mond tanzen" 

(Die Legende der Sonnenelfen 1) 

von Zoe S. Rosary 

Die Generalin der Sonnenelfen Cardia wacht eines Morgens im Bett des Kronprinzen Aslodin auf und kann sich nicht mehr daran erinnern, wie es dazu gekommen ist. Eigentlich nimmt sie ihre Pflicht gegenüber ihrem Land sehr ernst, sodass es einer mittleren Katastrophe gleicht, nun im Bett ihres direkten Vorgesetzten gelandet zu sein. Doch ihr bleibt nicht viel Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn ein Drache brennt Elfenstädte nieder und Cardia ist die letzte Drachenflüsterin, die herausfinden kann, warum er das macht.

Nachdem ich nun schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, die sich immer wieder in einzelnen Elementen voneinander unterschieden haben, war ich gespannt darauf, zu erfahren, was mich in dieser Geschichte erwarten wird. Ein zentrales Element dieses Buchs sind „Gegensätze“: Schwarz und Weiß, Hell und Dunkel, Licht und Finsternis. So dauert es nicht lange, bis Cardia von der Existenz eines großen schwarzen Drachens erfährt, der gezielt Elfenstädte angreift und nach seiner Gefährtin sucht. Dieser Umstand ist Cardia jedoch nicht fremd, da sie zeitlebens als Drachenflüsterin das Symbol eines schwarzen und weißen Drachens auf ihrer Stirn trägt. Doch auch in der Konzeption dieser Welt gibt es immer wieder diese Gegensätze wie z. B. die Sonnenelfen, die ein Bündnis mit den Mondelfen eingehen wollen, obwohl sie in der jeweils anderen Welt nicht existieren können. Ich fand es sehr interessant, mehr über diese Gegensätze zu erfahren und vor allem, was das alles mit Cardia zu tun hat.

Dabei war mir Cardia von Anfang an sympathisch. Sie bleibt stark und selbstbewusst, obwohl die Mächtigen des Landes nicht mehr als einen Spielball in ihr sehen. So muss sie für den König immer wieder auf Erkundungsmissionen gehen, um den zerbrechlichen Frieden zwischen den Drachen und Elfen zu erhalten und sich dabei in Gefahr begeben, obwohl es dem König eigentlich egal ist. Denn ihm ist mehr daran gelegen, die anderen Fürsten zu beschwichtigen und Bündnisse einzugehen. So ist er auch die treibende Kraft, seinen jüngsten Sohn mit ihr zu verheiraten. Zudem wird sie auch der Wetteinsatz der beiden Prinzlinge, die sich einen Spaß daraus machen, mit ihren Gefühlen zu spielen. Mir tat Cardia irgendwann richtig leid, weil sie es absolut nicht verdient hat, so behandelt zu werden. Doch sie weiß sich zu wehren und gibt den Prinzen irgendwann richtig Kontra, als sie merkt, dass sie von allen nur betrogen wird.

Darüber hinaus fand ich es interessant, mehr über diese Welt zu erfahren, in der Elfen und Drachen durch einen Schleier in Koexistenz zusammenleben. So gibt es unterschiedliche Elfen- und Drachenvölker, die alle verschiedene Fähigkeiten haben. Z. B. können die Animari mit Tieren sprechen oder Sandstachel können Illusionen hervorrufen.

Alles in allem hat mir auch dieses Buch der Autorin sehr gut gefallen und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über eine Generalin lesen möchte, die in einer Welt aus Lügen herausfinden muss, wer sie wirklich ist.

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