Liebe ist die Sehnsucht nach dem anderen, Streit die Unfähigkeit, es zu zeigen.

 Rezension 

"Der Gott und die Füchsin" 

von Sophie Kim 

 

Kim Hani arbeitet hinter der Theke des „Creature Cafés“, obwohl sie Kaffee hasst. Denn es gibt nicht viele Möglichkeiten, wie sie ihr Geheimnis vor der Außenwelt verbergen kann. Als Blutrote Füchsin, die vor hundert Jahren etliche böse Männer getötet und ihre Seelen verschlungen hat, muss sie sich bedeckt halten. Das wird aber genau dann besonders schwierig, als Seogka, ein gefallener Trickster-Gott, in ihr Leben tritt, der von seinem Bruder als Aufgabe bekommen hat, die Füchsin zu finden, damit er wieder ein vollständiger Gott werden kann.

Es gibt selten Bücher, die auf Anhieb mehrere Emotionen in mir auslösen. Dieses Buch hat das relativ leicht geschafft. Zum einen, weil die Auseinandersetzungen zwischen Kim Hani und Seogka einfach total witzig sind. Es macht Spaß, die beiden dabei zu begleiten, wie sie sich in Wortgefechten gegenseitig zerfleischen, und gleichzeitig schafft das Buch auch eine melancholische, herzerwärmende Stimmung, wenn Seogka und Kim Hani über ihre Vergangenheit sprechen und die Verluste, die sie erlitten haben.

Zwar dauert es sehr lange, bis sich Kim Hani und Seogka so weit angenähert haben, dass sie es überhaupt aushalten, im gleichen Raum zu sein, aber dafür fühlt es sich echt an. Während es in anderen Büchern relativ schnell klar ist, welches Paar sich finden wird und was sie dann machen, ist es bei den beiden nicht so schnell klar und trotzdem fiebert man mit ihnen mit, ob sie sich noch füreinander erwärmen können.

Zudem fand ich es auch interessant, tiefer in die koreanische Mythenwelt einzutauchen. Zwar weist die Autorin am Anfang des Buchs darauf hin, dass sie sich sehr frei an den koreanischen Mythen bedient hat und auch einige Dinge für die Geschichte verändert hat, aber trotzdem fand ich es interessant, mehr darüber zu erfahren.

Nur die Namen haben mir am Anfang des Buchs etwas Kopfzerbrechen bereitet. Es dauerte sehr lange, bis ich mich an alle Namen gewöhnt hatte und nicht länger überlegen musste, wer sich hinter der Person verbirgt. Ich weiß nicht, ob das nur an mir lag, aber es tut der Geschichte keinen Abbruch. Man muss sich vielleicht nur etwas länger hineinfuchsen.

Darüber hinaus fand ich es auch spannend, dass es eine Art Mordermittlung gibt und Kim Hani und Seogka fortan zusammenarbeiten müssen, um den Fall zu lösen. Dadurch hat das Buch alles zu bieten, was man sich von einem Buch wünschen kann: Spannung, Liebe, Action und Geheimnisse.

Alles in allem hatte ich mit diesem Buch tolle Lesestunden und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über einen gefallenen Trickster-Gott sucht, der sich immer wieder mit einer Frau streitet, die er irgendwann nicht mehr missen will.

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal von Penguin Randomhouse für das Rezensionsexemplar 💖

 

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