Die verbliebenen Kinder, die wir nie fanden, das sind die Unentdeckten.

 Rezension 

"10 Tage – A Fae in Love and Desperation"

 von Jacky Braxton

Zoey fühlt sich schon seit Jahren unwohl in ihrem Dorf. Während die meisten Menschen in diesem Dorf eine normale Kindheit und Jugend haben, hat sie keinen einzigen Freund gefunden, weil sie ihr das Gefühl geben, nicht dazuzugehören. Vor allem ihr Stiefbruder Jason setzt ihr ordentlich zu, sodass sie sich kaum traut, das Haus zu verlassen. Als er sie eines Abends wieder durch den Wald jagt, passiert es, dass sie wie magisch durch eine Barriere gezogen wird und im Land der Fae landet. Zuerst ist sie überglücklich, endlich vor Jason in Sicherheit zu sein, doch auch die Fae haben ihr gegenüber Vorbehalte, denn sie scheint eine „Unentdeckte“ zu sein.

Von Anfang an konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin Zoey hineinversetzen, denn auch ich bin in einem Dorf aufgewachsen, das mir zu jeder Zeit das Gefühl gegeben hat, dass ich nicht dazugehöre. Zwar hatte ich nie so einen Jason in meinem Leben, der mir Gewalt angetan hat, aber manchmal tun Worte auch mehr weh als jede Gewaltanwendung. Dadurch konnte ich nur mit Zoey mitfiebern, dass sie bei den Fae endlich das Leben findet, das sie verdient.

So kommt sie bei dem gutaussehenden Logan unter, der sich seinen Urlaub eigentlich vollkommen anders vorgestellt hat, als auf eine Frau aufzupassen, die vielleicht magische Kräfte besitzt. Darüber hinaus mag er es eigentlich gar nicht, wenn ihm Frauen so nahekommen, da er Frauen meistens als sehr aufdringlich und nervtötend wahrgenommen hat. Doch dieses anfängliche Vorurteil löst sich eigentlich relativ schnell auf, als er merkt, mit welchen Dämonen Zoey zu kämpfen hat.

Ich mochte dieses langsame Annähern der beiden sehr gerne. So findet Logan nach und nach heraus, was sich hinter Zoeys Unsicherheit und Zurückhaltung verbirgt, und auch Zoey versteht immer besser, warum Logan es eher vorzieht, allein zu bleiben. Ab Mitte des Buchs wird es auch etwas spicelastiger, denn Logan hat da so seine Theorien, wie er die Kräfte von Zoey entfalten kann, aber es hat sich nie unnatürlich angefühlt, sondern es passte gut zum Verlauf der Geschichte.

Auch fand ich es gut, dass Zoey nach und nach aufblüht und auch Freunde im Reich der Fae findet. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger und ich bin schon so gespannt, wie es mit Zoey, Logan und den anderen Fae weitergehen wird.

Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über eine junge Frau lesen möchte, die erst nach und nach versteht, warum sie ihr ganzes Leben nie zu einer Dorfgemeinschaft dazugehört hat.

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