Rezension
"Schatten über dem Kloster"
von Manuela Schörghofer
Als die verkohlten Überreste des Bürgermeisters im Kloster Weißenfels gefunden werden, machen sich Rudolf Falk und seine Frau Isabella daran, herauszufinden, wer eine solche Tat begangen haben könnte. Denn Rudolf Falk eilt der Ruf voraus, dass er sein Richteramt sehr gewissenhaft und gerecht ausübt, sodass er sich selbst gerne ein Bild vom Tatort macht, bevor er andere behelligt. Er ist sogar so gewissenhaft, dass er, als er merkt, dass er schwer erkrankt ist, die Lösung des Falls testamentarisch an seine Frau Isabelle überträgt. Die ist allerdings nicht gerade begeistert, denn schon bald offenbaren sich ihr dunkle Geheimnisse.
Ich habe schon ein paar Bücher von Manuela Schörghofer gelesen und freue mich immer wieder, wenn ich sehe, dass ein neues Buch von ihr herausgekommen ist. Nachdem die letzten zwei Bände aufeinander aufgebaut haben, ist dieser Band unabhängig von den anderen Büchern lesbar.
Im Fokus steht dieses Mal Isabella Falk, die mit dem Richter Rudolf Falk verheiratet ist und ihn hier und da bei seinen Ermittlungen unterstützt. Eine Besonderheit von den Büchern von Manuela Schörghofer ist, dass sie immer starke Frauenfiguren ins Zentrum der Geschichte rückt. Am Anfang war ich mir noch etwas unsicher, ob es Isabella ist, denn sie ist nicht so unabhängig wie andere Protagonistinnen von Manuelas Büchern, aber im Laufe der Geschichte gewinnt Isabella an Stärke.
Spätestens als Rudolf schwer erkrankt und sie mit einem kryptischen Testament zurücklässt, muss sie für sich eintreten, da es sonst niemand tut. Vor allem Berthold Falk, der Bruder von Rudolf, macht ihr das Leben schwer, weil er nicht akzeptieren kann, dass sein Bruder nur seine Frau im Testament bedacht hat. Er sucht immer wieder nach Möglichkeiten, wie er das Testament für ungültig erklären kann. Ich fand Berthold mehr als nervtötend und habe Isabella die Daumen gedrückt, dass sie ihr Erbe behalten darf.
Denn den Mord am Bürgermeister aufzuklären, ist für Isabella schon schwierig genug. Oftmals bleiben ihr Informationen oder Orte versperrt, weil sie eine Frau ist. So muss sie sich meistens etwas überlegen, um doch noch an die Information zu kommen. Die einzige Unterstützung bei ihren Ermittlungen bekommt sie vom Gerichtsschreiber Leonhard, der ihr aber auch nicht bei allem helfen kann.
Alles in allem hat mir auch dieses Buch von Manuela Schörghofer gefallen und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über eine Frau lesen möchte, die von ihrem verstorbenen Mann die Aufgabe erhält, einen Mordfall zu klären, um ihr Erbe zu erhalten.
Vielen lieben Dank an HarperCollins für das Rezensionsexemplar! 💖


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