Du kannst die Vergangenheit nicht ändern, aber du kannst daraus lernen.

 Rezension 

"Im Schatten der Drachenflamme" 

von Roukeiya Peters 

Seit dem Tod ihrer Eltern hält sich Maisie gerade so mit Aufträgen über Wasser, allerdings reicht es schon seit langem nicht mehr für die Miete ihrer Wohnung. Als ihr Vermieter ihr ein Ultimatum stellt, gerät sie zusehends unter Druck, denn sie will die Wohnung mit den Erinnerungen an ihre Eltern nicht verlieren. Doch ihre Probleme lösen sich in Luft auf, als sie einen Brief der Flora-Noctis-Academy erhält, die ihr ein unglaublich lukratives Jobangebot unterbreitet. Zwar zögert Maisie zunächst, da sie keine guten Erinnerungen an diesen Ort hat, aber mangels Alternativen stellt sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit.

Ich begleite die Autorin Roukeiya Peters schon seit einigen Jahren auf ihrem Weg als Autorin und bis jetzt fand ich jede Geschichte, die sie erschaffen hat, spannend. Zwar steht in jedem Buch eine junge Frau im Fokus, die magisch begabt ist und einen schweren Schicksalsschlag zu verdauen hat, aber trotzdem liest sich jede Geschichte anders.

In dieser Geschichte ist es Maisie, die ausgerechnet an den Ort zurückkehren muss, der ihr in der Vergangenheit so viel Kummer bereitet hat. Sie bekommt den Auftrag, einen Drachen von der Akademie fernzuhalten, da er in regelmäßigen Abständen den Turm angreift, der die Schutzbarriere der Akademie aufrechterhält. Zwar findet sie es von Anfang an seltsam, dass überhaupt ein Drache eine Akademie angreift, aber ich fand es spannend, zusammen mit Maisie herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. Denn die Akademie birgt ein dunkles Geheimnis und die kritischen Rückfragen von Maisie sind mehr als unerwünscht. Es wird ab einem gewissen Zeitpunkt sehr düster, was, wie ich finde, auch eine Charakteristik der Bücher von Roukeiya Peters ist.

Darüber hinaus wird die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Maisie erzählt, sondern auch aus der Sicht ihres ehemaligen Freunds Noah. Zunächst freut sich Maisie, ein bekanntes Gesicht an der Akademie zu entdecken, aber Noah findet es mehr als unangenehm, in ihrer Nähe zu sein. Er hasst sie regelrecht für eine Sache, die damals passiert ist und an die sich Maisie scheinbar nicht mehr erinnern kann. Zwar mochte ich Noah nicht so gerne wie Maisie, aber durch ihn bekommt man nochmal eine andere Sicht auf die Akademie, was ich sehr interessant fand.

Zudem wäre es kein Buch von Roukeiya Peters, wenn sie nicht einen tierischen Sidekick eingebaut hätte. In diesem Buch ist es der kleine Drache Gemorvyn, der Maisie auf Schritt und Tritt folgt und ihr emotionalen Support bietet. Im Tausch dafür ist er sehr an menschlicher Nahrung interessiert und lässt sich keinen Leckerbissen entgehen.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über eine junge Frau lesen möchte, die sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen muss und dabei eine uralte Verschwörung aufdeckt.

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