Du bist stärker als du denkst und größer als deine Ängste.
Rezension
"The Ordeals"
von Rachel Greenlaw
Um sich endlich aus den Fängen ihres Onkels zu befreien, hat Sophia De Winter einen Plan gefasst: Sie möchte an der Eliteakademie für Magiebegabte angenommen werden. Denn dort dürfen sich nur die Studenten aufhalten und alle anderen werden von mächtigen Schutzrunen vom Betreten abgehalten. Allerdings gibt es einen Haken. Sie hat keine Einladung für die Aufnahmeprüfung erhalten und muss erst im „Pickled Gargoyle“ nach jemandem suchen, der ihr diese Information freiwillig gibt. Zwar findet sie jemanden, doch sie hätte nie gedacht, wen sie sich damit zum Feind macht.
Während andere Bücher erst seitenlange epische Konflikte vorbereiten und ich manchmal erst nach 200 Seiten das Gefühl habe, dass jetzt endlich die Handlung beginnt, spart sich „The Ordeals“ dieses Vorgeplänkel komplett. Man wird direkt in die Handlung geworfen und erlebt, wie Sophia De Winter sich aus dem Einfluss ihres Onkels befreien will. Dabei dauert es auch nicht lange, bis sie an der Killmarth Academy angenommen wird und ihr Können in verschiedenen tödlichen Prüfungen unter Beweis stellen muss.
Dies liest sich zunächst nicht wirklich neu, weil es schon viele Bücher mit Academy-Setting auf dem Markt gibt. Allerdings gibt es darüber hinaus noch das ein oder andere Element, weswegen ich gespannt weitergelesen habe. So bekommt Sophie vor ihrer Abreise nach Killmarth den Hinweis, dass ihre verstorbenen Eltern auch eine Vergangenheit in Killmarth haben. Da sie ihre Eltern nie kennengelernt hat, erhofft sie sich, dort endlich Antworten zu bekommen. Aber es ist schwieriger als gedacht, an diese Informationen zu kommen, denn in Killmarth bewegt sich ein Mörder frei umher und bringt den ein oder anderen unvorsichtigen Studenten um. Ich fand diesen Aspekt sehr spannend, weil die Handlung so ständig in Bewegung ist und Sophia sich nie sicher sein kann, wann es jemand auf sie abgesehen hat.
Die einzigen Verbündeten hat sie in Alden Locke, Tessa und Greg, die ihr auch helfen, die Prüfungen zu bestehen. Allerdings haben sie auch eine Vergangenheit und verbergen bestimmte Teile ihrer Persönlichkeit vor ihr. Ihre Geheimnisse herauszufinden, fand ich sehr interessant, denn so setzt sich das Puzzle, warum Sophia ihr ganzes Leben quasi in einem Käfig gehalten wurde, nach und nach zusammen.
Zudem fand ich es auch angenehm, dass die Beziehung zwischen Alden und Sophie zunächst keine große Rolle spielt. Zwar schmachtet sie ihn schon an, aber sie ruft sich immer wieder ins Gedächtnis, warum sie nach Killmarth gekommen ist, und versucht, unabhängig zu bleiben.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin nach diesem fiesen Cliffhanger sehr gespannt, wie es mit Sophie und Alden weitergehen wird. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine junge Frau dabei begleiten möchte, wie sie herausfindet, warum sie all die Jahre von ihrem Onkel gefangen gehalten wurde.
Vielen lieben Dank an die Hobbitpresse für das Rezensionsexemplar! 💖



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